Past Artfairs

GALLERY
Summer Break 2021
Die Galerie bleibt vom 31.07. bis 01.09.2021 geschlossen / The gallery is closed from 31.07. until 01.09.2021.


ARTIST NEWS 
Gruppenausstellung „Der Pokal. Die Blumen des Sieges gehören in viele Vasen“ mit Ergül Cengiz, Verlosung der Pokale: Sonntag, den 20.06.2021, 15 Uhr
17.06. – 20.06.2021, Geranienhaus, Nymphenburger Schlosspark, München
„Was heißt es heute für uns, als Künstler*innen zu leben und zu arbeiten? Welche Bedingungen und Voraussetzungen sind notwendig? Wollen wir uns weiter den Auszeichnungen von außen unterwerfen oder unser eigenes System erfinden? Schaffen wir es, ohne Ranking unsere Position zu finden? Machen Förderungen grundsätzlich eine eigenwillige Kunstlandschaft zu Nichte und regiert ohne Förderungen der Markt alleine? Wollen wir überhaupt solidarische Leistungen bewerten und auszeichnen?   Der inhaltliche Schwerpunkt zum jeweiligen Pokal wird von den Künstler*innen selbst gewählt, es entstehen Pokale mit den unterschiedlichsten Widmungen oder Bestimmung sowie Nichtbestimmungen. Zu jedem Pokal gibt es einen Text, der zusammen mit dem Pokal zur inhaltlichen (kontextuellen) Verortung präsentiert wird. Die Pokale werden an Pat*innen verlost, die ideel und monetär für ein Jahr Verantwortung übernehmen und als Multiplikator*innen das jeweilige Thema des Pokals weitertragen und das K&K Netzwerk erweitern.“ Zitat: Michael Schumacher. Künstler*innen: Louisa Abdelkader, Uli Aigner, Nadja Baschang, Katrin Bertram, Annegret Bleisteiner, Gabi Blum, Marcia Breuer, Ergül Cengiz, Claudia Djabbari, Ines Doleschal, Elke Dreier, Simone Egger, Raymond Gantner, Rebecca Grollmann, Conny Habbel, Ute Heim, Heike Jobst, Kirsten Kleie, Victoria Kleinecke, Luisa Koch, Rachel Kohn, Patricia Lincke, Dana Lürken, Salima Mansouri, Annabelle Mehraein, Peggy Meinfelder, Luminita Mihailicenco, Emanuel Mooner, Gabriele Obermaier, Andreas Peiffer, Helena Pho Duc, Nina Radelfahr, Henrieke Ribbe, Regine Rode, Kathrina Rudolph, Hank Schmidt in der Beek, Anna Schölß, Malina Schölß, Susanne Schütte Steinig, Linnéa Schwarz, Verena Seibt, Anne Seiler, Szpilman Award, Thomas Splett, Christine Tanqueray, Stephanie Trabusch, Anja Verbeek von Loewis, Christian Weiß, Elke Zauner, Markus Zimmermann. Soundtrack by: Jake the Rapper.
(www.kundk.xyz)



Gruppenausstellung „Sommergaben“ mit Ergül Cengiz
17.06. – 17.07.2021, Artothek & Bildersaal, München
Angelehnt an das traditionell im Dezember stattfindende Format der „Jahresgaben“ der Kunstvereine, läuten die „Sommergaben“ in der Artothek einen Anfang ein, den der Sommerzeit und den Beginn, der nach langer Zeit sich langsam wieder öffnenden Kunstlandschaft. 20 Künstler*innen und Künstler sind in unterschiedlichen Disziplinen mit ein bis vier Arbeiten in der Ausstellung vertreten. Wie auch bei den „Jahresgaben“ bieten die „Sommergaben“ die Möglichkeit sich mit einer Vielzahl unterschiedlichster künstlerischer Ansätze auseinanderzusetzen und gegebenenfalls die Künstler*innen mit einem Ankauf zu unterstützen. Damit ist einerseits eine Förderung der Kunstschaffenden zu verstehen und bietet andererseits den Kunstinteressierten einen Blick in die vielfältige Produktion der Szene. Die Zusammenstellung der beteiligten Künstler*innen ist von Diversität in Bezug auf Alter, Herkunft, sowie künstlerischer Ausrichtung geprägt. Gemeinsam ist ihnen, neben der hohen Qualität der Arbeiten, dass sie noch nicht in der Artothek ausgestellt haben und bisher mit ihren Werken nicht in der Sammlung der Artothek vertreten sind. Die Ausstellung ist permanent durch das Schaufenster einsehbar. Künstler*innen: Simone Braitinger, Anja Buchheister, Ergül Cengiz, Judith Egger, Ben Goosens, Priscillia Grubo, Andrea Hanak, Pernilla Henrikson, Heike Jobst, Christoph Lammers, Youngjun Lee, Werner Mally, Anna Schübel, Katrin Siebeck, Mirei Tageuchi, Sandra Troger, Stefanie Ullman, Joseph Maurus Wandinger, Vincent Vandaele, Camill von Egloffstein.
(www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat/Museen-Galerien/Artothek.html)



Gruppenausstellung „FERNWEH“ mit Ergül Cengiz
17.06. – 30.11.2021, Magda Bittner-Simmet Stiftung, AtelierMuseum, München
Acht künstlerische Reisebekanntschaften. Ausstellung mit kontroversen Reflektionen und künstlerischen Positionen rund um das aktuelle Thema Fernweh. Im AtelierMuseum treffen jetzt Plastikschlauch auf Stadtplan, HD-Video begegnet Bleistiftzeichnung und ein Schneefanggitter lässt marmorne Schönheit in die Ferne schweifen. Gehen Sie auf Entdeckungstour im AtelierMuseum und machen Sie Bekanntschaft mit acht künstlerischen Positionen zum Thema Fernweh. Stillen Sie Ihr Fernweh - durch einen analogen oder virtuellen Ausstellungsbesuch. Künstlerinnen: Isabella Berr, Magda Bittner-Simmet, Ergül Cengiz, Heike Drescher, Judith Egger, Susanne Thiemann, Stefanie Unruh und Michaela Wühr. Kuratiert von Christiane von Nordenskjöld.
(www.mbs-stiftung.de/projekte/projekte-im-fokus/144-f-e-r-n-w-e-h.html)



Group Show „Wilde Kindheit“ with Clément Cogitore, Soft Opening: Tuesday, May 11th, 2021, 1-6 pm
11.05. – 05.09.2021, Lentos Kunstmuseum Linz
I’ve never done it before so I’m quite sure I’ll be able to cope”, Pippi Langstrumpf declares. This is the kind of self-assured attitude we would like our children to develop. Do we also give them sufficient opportunity to live their curiosity? Today’s overprotection of children by their “helicopter” or "lawnmower” parents and the rapid progress of digitalisation, which puts a brake on children’s innate urge to explore things by themselves, make this doubtful. Children survive the most absurd pedagogical concepts and they even endure war, social deprivation, neglect and abuse, but at what price? This exhibition shows works by 170 international artists from 1900 to the present day. Strong on critical acumen and empathy and on irony and humour, they document children’s happiness as well as their frustrations. They remind us that it's up to us to allow children a childhood that is worthy of being remembered. Artists: Uli Aigner, Aigner/Kosakowski, Özlem Altin, Beni Altmüller, Iris Andraschek, Siegfried Anzinger, Christy Astuy, Iris Christine Aue, Stephan Balkenhol, Tina Barney, Werner Berg, Sibylle Bergemann, Thomas Billhardt, Julie Blackmon, Hans Böhler, Christian Boltanski, Eugenie Breithut-Munk, Klemens Brosch, Vanja Bucan, Wilhelm Busch, Maria Bussmann, Sevda Chkoutova, Clément Cogitore, Philipp Connard,  Lovis Corinth, Maciej Dakowicz, Nienke Deutz, Gerhild Diesner, Oliver Dorfer, Isabelle Dutoit, Franz Dutzler, Albin Egger-Lienz, Titanilla Eisenhart, Georg Eisler, VALIE EXPORT, László Fehér, Fabian Fink, Judith P. Fischer, Martina Fleck, Maia Flore, Judy Fox, Padhi Frieberger, Fritz Fröhlich, Friedrich Frotzel, Jorge Fuembuena, Katsura Funakoshi, Helene Funke, Theo Garvé, Franz Gertsch, Glaser/Kunz, Bernhard Gobiet, Sofia Goscinski, Nilbar Güreş, Maria Hahnenkamp, Wolfgang Hanghofer, Heidi Harsieber, Bertram Hasenauer, Carry Hauser, Gottfried Helnwein, Frans Hofmeester, Karen Holländer, Irene Hölzer-Weinek, Martin Honert, Bernadette Huber, Lisa Huber, Ursula Hübner, Friedensreich Hundertwasser, Frederick Jaeger, Allen Jones, Leander Kaiser, Eginhartz Kanter, Mary Kelly, Gerhard Knogler, Oskar Kokoschka, Anton Kolig, Silvia Koller, Broncia Koller-Pinell, Michal Kosakowski, Auguste Kronheim, Maximilian Kurzweil, Alain Laboile, Katharina Lackner, Marie Jo Lafontaine, Erwin Lang, Lotte Laserstein, Maria Lassnig, Marie Luise Lebschik, Rudolf Leitner-Gründberg, Doris Lenz, Ulrike Lienbacher, Rosmarie Lukasser, Anna Mahler, Sabine Maier, Sally Mann, Gerhard Marcks, Pedro Marzorati, Frans Masereel, Henri Matisse, Matthias May, Ferdinand Melichar, Paula Modersohn-Becker, Inge Morath, Alois Mosbacher, Koloman Moser, Otto Muehl, Otto Mueller, Muntean/Rosenblum, Ernst Nepo, Walter Niedermayr, Rita Nowak, Monika Oechsler, Eamon O’Kane, Ruth Orkin, Burgis Paier, Margit Palme, Josef Pausch, Vanessa Jane Phaff, Monika Pichler, Andrzej Pietrzyk, Elisabeth Plank, Lois Pregartbauer, Bernhard Prinz, Erwin Rachbauer, Beate Rathmayr, Carl Anton Reichel, Frenzi Rigling-Mosbacher, Alexander M. Rodtschenko, Emy Roeder, Anton Romako, Elisabeth von Samsonow, Roman Scheidl, Egon Schiele, Markus Schinwald, Christoph Schmidberger, Karl Schmidt-Rottluff, Anne Schneider, Ramona Schnekenburger, Martin Schnur, Claudia Schumann, Ludwig Schwarzer, Sean Scully, Deborah Sengl, Marielis Seyler, Clara Siewert, Fritz Simak, Max Slevogt, Kiki Smith, Ernst Stöhr, Hans Strohofer, Jock Sturges, Monika Supé, Wilhelm Thöny, Viktor Tischler, Elfriede Trautner, Kerry Tribe, Gabi Trinkaus, Barbara Camilla Tucholski, Massimo Vitali, Maja Vukoje, Bárbara Wagner & Benjamin de Burca, Nurith Wagner-Strauss, Jeff Wall, Bruno Walpoth, Marijke van Warmerdam, Gillian Wearing, Nives Widauer, Franz Wiegele, Reimo S. Wukounig, Luo Yang, Andre Zelck, Laurent Ziegler, Yantong Zhu (film still: Clément Cogitore: „Les Indes Galantes“, 2017.)
(www.lentos.at/html/de/6563.aspx)



Solo Show „A Hundred Thousand Billion Societies“ with Thomas Locher, Soft Opening: Sunday, May 9th, 2021, 2-6 pm
09.05. – 19.06.2021, lxhxb, Geldropseweg 84 a, NL - 5611SK Eindhoven
Thomas Locher took inspiration for the title of this exhibition from Raymond Queneau’s book Cent mille milliards de poèmes. For this book Queneau composed ten sonnets. He then cut them up so they could be rearranged at will to form new sonnets. The one hundred-forty lines that comprise those ten sonnets provide a total of one hundred thousand billion possibilities. In this exhibition there is only one eponymously titled work. This work consists of sixteen cardboard cubes, each measuring ninety centimetres long, ninety centimetres high and ninety centimetres wide. A cube has six sides. Sixteen cubes thus have ninety-six sides. A phrase is printed on each of these ninety-six sides. The phrases constitute five-thousand one-hundred and ninety letters. Those letters form nine-hundred and forty-four words, which in turn form a total of one hundred and thirty sentences. ‘what I thought, I didn’t think alone’, ‘the thought of the outside, the outside of thought’, ‘it is the order that determines the partition of what is common’ and ‘yes’ are some examples of sentences found on the cubes. Each cube is also printed in a colour. On each cube there is one colour for the background and one or more colours for the text. Different colours are used in different combinations on different cubes. There are a total of five different colours for the texts and eight colours for the backgrounds. This gives thirty-six possible colour combinations, not all of which are utilised (photo: Thomas Locher: „I AM NOT HERE WHERE YOU ARE YOU ARE NOT THERE WHERE I AM“, 2012.)
(lxhxb.com/index.php/exhibitions/2021/a-hundred-thousand-billion/)



Group Show „Gebt mir Bilder!“ with Thomas Locher
05.05. – 30.09.2021, Spitalskirche Insbruck
Werke von SUSI POP (D), Thomas Locher (D), Hans Andre (A) und Zlatko Kopljar (geb. in Bosnien-Herzegowina, lebt in Zagreb). Petrus Canisius, der katholische Reformator im deutschsprachigen Raum und zugleich selbst schärfster Kritiker der damals vorherrschenden Missstände in der Kirche, arbeitete an einer intellektuellen und gleichzeitig populären Vermittlung des Glaubens. Diesem Anliegen stellt sich auch die ins Mittelalter zurückreichende Spitalskirche, die „Kirche im Herzen der Stadt“ Innsbrucks. Das mehrteilige Deckenfresko von Hans Andre, das nach einem Bombenschaden im II. Weltkrieg im Jahr 1962 entstanden ist, zeigt zwei Hauptthemen: die Herabkunft des Heiligen Geistes und die Bergpredigt. Die beiden zentralen Felder werden gerahmt von Darstellungen der Werke der Barmherzigkeit, die den Inhalt der Lehre Jesu verdeutlichen sollen. Die ausgestellten zeitgenössischen Werke antworten auf diese spirituelle Vorgabe. Das Künstlerduo SUSI POP greift mit einem imposanten Werk das Thema Flucht und Migration auf. In einer Eins-zu-Eins Übertragung des 1816 entstandenen „Floss der Medusa“, gemalt vom französischen Romantikers Théodore Géricault (1791–1824) werden die Betrachter mit einer der größten Herausforderungen unserer Zeit konfrontiert. Das höchst dramatische Szenario des Schiffbruchs und Untergangs von Flüchtenden auf Hoher See ist das an Aktualität nicht zu überbietende apokalyptische Schreckensbild unserer Zeit. Verdrängt und doch so nahe. Der durchgängige Magenta-Farbton der 28 Siebdrucktafeln taucht die Menge hilfloser Körper in ein schier unüberschaubares Chaos. Gibt es Rettung? Oder fällt das Elend der Gedemütigten unserer Zeit der „globalisierten Gleichgültigkeit“ (Papst Franziskus) zum Opfer? Wer sich auf das Geschehen einlässt, wird zumindest in eine persönliche Entscheidungs-situation gerufen. Welche Perspektive und Aussicht auf Rettung gibt es angesichts der vielen Bedrohungsszenarien unserer Zeit? Mit welcher Grundoption und nach welchem Geist leben? Möglicherweise bieten die beiden Kunstwerke über den Seitentüren der Kirche eine Antwort. Thomas Locher verwendet Szenen des Judaskusses und der Fußwaschung aus den berühmten Fresken Giottos in Padua, in die er reliefartig eine Buchstabenfolge zur Kapitalzirkulation integriert: W-G-W (Ware-Geld-Ware) und G-W-G (Geld-Ware-Geld). Die beiden Tafeln sind über den Seitentüren einander gegenüber gestellt, weil sie eine wesentliche Alternative anzeigen: Zielt letztlich alles auf die Anhäufung und damit auf die Erhebung des Geldes zum göttlich erklärten Fetisch ab? Oder gibt es ein Vorwärts zu einem bewussten Umgang mit dem Verhältnis von Geld zur Ware und zum Mensch? Der Künstler regt unter dem Fresko der Bergpredigt eine Kapitalismus-Debatte an, die nicht aufgeschoben werden darf. Zlatko Kopljar gibt seinen Fotografien immer ein performatives Element mit, das den konstruktiven Impuls seiner Arbeit betont. Der Künstler kniet sich auf den beiden großformatigen Fotoarbeiten im säkularen Umfeld nieder – auch vor dem Mekka des internationalen Finanzmarktes, der Wallstreet von New York. Seine einfache und doch so drastische Geste entwickelt eine ausdrückliche prophetische Nachfrage in unsere Zeit hinein: Wer und was beansprucht denn göttliche Verehrung? Die Anweisung des Ersten Gebotes aus dem jüdischen Dekalog kommt in den Sinn – ein Programm zum Schutz und zur Ermöglichung der eigentlichen Freiheit des Menschen. (Foto: Thomas Locher: „GIOTTO.2.G-W-G“, 2013).
(www.dibk.at/Themen/500-Herzfeuer-Petrus-Canisius-Jahr-2021/Gebt-mir-Bilder/Die-Orte/Spitalskirche-Innsbruck)



Gruppenausstellung „SCHWARZ //WEIß. Zeitgenössische Papierschnitte“ mit Ergül Cengiz
23.04. – 25.07.2021, Neue Galerie Dachau
Der Scherenschnitt, der seit dem 17. Jahrhundert in Europa beheimatet ist, erlebte um 1800 eine Blütezeit. Im Biedermeier entstanden aus dem Papier vor allem Porträtsilhouetten sowie dekorative Blumen- und Märchenmotive. Doch künstlerische Beschäftigung mit dem Spiel von Licht und Schatten in Verbindung mit dem Werkstoff Papier setzt sich bis in die Gegenwart fort. Besonders seit den 1990er-Jahren greift eine Vielzahl von zeitgenössischen Künstler*innen diese traditionelle Kunstform wieder auf und interpretiert sie neu. Zwar wurde die Schere als Schneidewerkzeug meist durch feine Klingen ersetzt, aber nach wie vor zeigt sich in der ‚Ausschneidekunst‘ höchste Kunstfertigkeit. Längst jedoch haben die Künstler den traditionellen, oft mit weiblicher Handarbeit konnotierten Papierschnitt vom Staub der biedermeierlichen Idylle befreit. Renommierte Künstler wie Christian Boltanski (»Les Ombres«, 1985), Hans Peter Feldmann (»Schattenspiel«, 2002) oder die Afroamerikanerin Kara Walker, die sich in ihrer Scherenschnittarbeit »Darkytown Rebellion« (2001) mit Rassismus in Amerika beschäftigte, beweisen, dass der Papierschnitt heute allen Inhalten offen steht. Gleichermaßen groß ist die gestalterische Vielfalt der zeitgenössischen Papercuts, die längst auch den Raum erobert haben: Neben reinen Schnittzeichnungen gibt es Arbeiten, die durch raffinierte Montage an der Wand zu Reliefs werden, aber auch monumentale Installationen. Mit Ergül Cengiz, Andreas Kocks, Victoria Martini, Martin Off, Sebastian Pöllmann, Zipora Rafaelov, Madeleine Schollerer und Annette Schröter (Ausstellungsansicht: Arbeit von Ergül Cengiz).
(dachauer-galerien-museen.de/category/neue-galerie/aktuelle-ausstellung/)



„Artists urged to shrug off Brexit blues in cross-Channel project“ with Anne-Lise Coste, „People in UK and France encouraged to submit work exploring new relationship between two countries.“
08.02.21 – 07.02.2022, The Guardien
Artists on both sides of the Channel are being encouraged to beat the Brexit blues in a project exploring the new relationship between the UK and France. „I Love You, Moi Non Plus“ aims to highlight how the arts across all disciplines from painting, illustration, photography, music and writing can break down the borders thrown up by Britain’s departure from the EU. A number of celebrities including Brian Eno, Ai Weiwei, Stella McCartney, Jean Paul Gaultier, Tamara Rojo of the English National Ballet and the British contemporary artist Bob and Roberta Smith have already agreed to contribute their interpretations of what the British-French relationship means to them. However, the organisers are keen for the well known to serve as inspiration for everyone else to express themselves. „In response to Brexit and the new borders now in place, the project seeks to highlight how art and creativity can maintain connections between communities across the Channel, unifying voices from across Britain and the EU,“ said a spokesperson for the Somerset House arts centre, one of the project’s partners along with the fashion chain Dover Street Market. „I Love You, Moi Non Plus“ – inspired by Serge Gainsbourg’s 1969 hit with Jane Birkin – echoes last year’s lockdown competition inspired by David Hockney called Hope in Spring, dreamed up by Ruth Mackenzie, the chair of the London Arts Council. Mackenzie is also involved in this latest project, which she said aimed to remind people that Brexit was more than „an economic catastrophe“. „Art provides links between us that we really need right now,“ she said. „But artists have had no voice in these [Brexit] discussions. As in any divorce you have to pay attention not just to the economics, but the emotional bedrock.“ Among the early entries is a 2012 film by the Chinese artist Ai called Learning to Sing the Grass Mud Horse Song, which highlights how censorship and lack of freedom resonates with European and British artists who can no longer move freely between the UK and the continent. The music producer and artist Eno has created an image merging the union flag and the tricolour, while the French director Mohamed El Khatib’s offering follows the red, white and blue theme with school lines reading „Je ne dois pas dire du mal de Boris Johnson“ (I must not say bad things about Boris Johnson). Théo Recoules of the Sabir agency, which is coordinating the project, said it was hoped the famous artists would inspire contributions from „ordinary citizens“. „We want to hear from anyone, anywhere who have something to say about the unique relationship between France and Britain,“ Recoules said. „It’s open to all and we hope the entries will be as different as possible. Since 2016, the subject of Brexit has been treated exclusively by politicians in London and Brussels, while we citizens had very little voice to express ourselves.“ Work can be submitted by sharing it on social media under the hashtags #ILoveYouMoiNonPlus, #ILYMNP and #LifeAfterBrexit, or on the Dover Street Market website before the 25 February deadline. All submissions will be published online and the best will be chosen for an exhibition to be held in Paris and London when coronavirus restrictions are lifted. „I believe there is an artist in everyone, and like the David Hockney project it’s about finding that artist,“ Mackenzie said. By Kim Willsher in Paris (image: A piece by the French artist Anne-Lise Coste.)
(amp.theguardian.com/politics/2021/feb/08/artists-urged-shrug-off-brexit-blues-cross-channel-project)



Group Show „X“ with Anne-Lise Coste
20.11.20 – 04.07.2021, Frac des Pays de la Loire, Carquefou
To mark the reopening of the Frac site in Carquefou after having been closed for over a year for major work on its collections, the Frac des Pays de la Loire French Regional Collection of Contemporary Art is hosting an exhibition project by artist Claude Closky, entitled X. “When Laurence Gateau invited me to create an exhibition based on the Frac des Pays de la Loire collection, I designed a project revolving around temporal rhythms, using works from the collection, which I supplemented with pieces loaned from other artists, some of whom are already featured in the Frac and others who are not. What all of these works have in common is the fact that they look at the course of everyday life, the effect of time on work, or that they adopt a specific timeline in their modes of display. The viewing systems implemented throughout the exhibition, from November to June, will give visitors the chance to explore two forms of temporal pace in the work: the portrayal of the passage of time and the time required to accomplish the artistic act. The installation layout of the works will itself be conditioned by the length of the exhibition, thus allowing each work to have its own rhythm. The sequential parts of a series or individual components of a work will always be presented separately: one a day, one a week, one a month, and so on. This method of displaying each element in turn will highlight the actual duration of the time spent working. And in this staggered arrangement, each piece will carry the same value as the ensemble. This approach seeks to shed light on how the works are streamed over time rather than their spatial occupation, focusing attention on the actual moment of experience as much as on its occurrence. It gives the installation layout a performative dimension. In addition, the exhibition will present original works, editions and reproductions of works in equal measure. This equilibrium is a way of setting time before space, and also of relegating to the background an object’s materiality and rarity. The title X (‘choice’ and ‘multiplication’) gives shape to the spatial aspect of the exhibition display.” By Claude Closky.
(fracdespaysdelaloire.com/en/program/2021/au-frac/x-claude-closky2)



Wandler and artist Julio Rondo’s prismatic partnership, The Amsterdam-based accessories brand has collaborated with the German artist for its kaleidoscopic S/S 2021 collection
15.10.20 – 15.10.2021,
When Elza Wandler chooses the colours for her delectable shoes and bags, she doesn’t select from prescribed tonal options, but transforms shades from a huge Pantone colour book into calfskin creations. Tonal tenacity is of the upmost design importance to the Dutch designer - whose eponymous accessories label turns three this winter. She charmingly describes a creamy grey in her upcoming S/S 2021 collection as ‘the colour of a dolphin’. It’s a golden opportunity then, that spring sees a collaboration with Julio Rondo, the Germany-based artist renowned for inverting mediums of presentation, painting behind glass with prismatic layers of acrylic and spray paint. ‘I pushed him for the last two and a half years,’ Wandler laughs of her persistence to form a partnership. There’s a striking serendipity between Rondo and Wandler’s output. The designer is renowned for her discerning selection of colour – just look to the success of her brand’s pistachio green ‘Isa’ sandal, and her bold use of colour blocking. ‘Everything he does is about layering and light,’ Wandler explains. For S/S 2021, the designer selected three specific artworks as inspiration: „Brilliant Trees, You know when you get there, and Precious precious long version“. References to their textured tones pepper the collection, which features a host of new styles including the ‘Nana’ kitten heel – a stud-detail mule and a knockout for Nineties obsessives and the ‘Carly’ shoulder bag, a mini style updated with a chunky chain strap. Rondo’s focus on layering is reflected in accessories that have subtly multi tonal elements, like colour blocked shades of ivory or puffed leather with contrast stitching. It’s also noted in the design of the ‘Amber’, a voluminous evolution of the brand’s signature Hortensia shape, formed from folds of leather, inspired by a fortune cookie. In light of Covid-19 restrictions, Wandler chose not to present its S/S 2021 collection during Paris Fashion Week, instead creating a lookbook that also celebrated Rondo’s artistic canon. Here, models are not only shot next to his kaleidoscopic artworks, but the lookbook’s images are layered as surrealistic collages in post production, in a nod to Rondo’s textural persuasion. Also showcasing Rondo’s artworks IRL, the artist has created 100 miniature limited editions, allowing Wandler obsessives to hang the brand’s S/S 2021 inspiration in their own home. ‘When it comes to colour, sometimes I can just sense something is going to work,’ Wandler says of the instinctual elements behind her design process. Her collaborative persuasion is also one passing with flying colours. BY LAURA HAWKINS (photo: ‘Precious precious long version’, by Julio Rondo. Photography: Meinke Klein.)
(www.wallpaper.com/fashion/elza-wandler-artist-julio-rondo-prismatic-partnership)



Virtual Views: „Video Lives: Live Q&A with Joan Jonas and Stuart Comer“
02.07.20 – 02.07.2021, MoMA – Museum of Modern Art and Makers & Founders
An always (randomly) expanding collection of video interviews, with makers and founders from a variety of sources and perspectives. Here with Joan Jonas.
(www.makersandfounders.com/Joan-Jonas)



Interview: „Linda Ginsberg, New York, United States“ with works by Anne-Lise Coste, “My grandmother left her other grandchildren money but I got these sculptures – the sweeter deal.“
28.01.19 – 29.02.2032, Linda Ginsberg, New York, United States
Passionate New York art collector Linda Ginsberg is the founder of an elite legal recruiting firm focusing on partners in law firms. She tells us about supporting starving artists and keeping provocative artwork under the bed! FAM (fineartmultiple magazine): The blue color that your apartment is painted in is very striking. What provoked this aesthetic decision? Linda Ginsberg: In 2001 when I bought my very first apartment of my own, I thought white stood for “rental”, so for me a different color constituted ownership. When I told my decorator I wanted a color, he said “Great, what’s your favorite color?” I said blue, but I can’t have a blue apartment. And he said: “Why not? Make it blue”. So I did. That was 15 years ago. Today I would definitely paint the apartment white but my kids won’t let me! They identify it as home—and can see when I am home from about a mile away as the blue lights at night are a beacon in the neighborhood. FAM: When did you start collecting art? Linda Ginsberg: I first became a collector in 2003, when I started to become successful as a recruiter. FAM: What’s your favorite work that you have up now in the apartment? Linda Ginsberg: I’m a bad rotator, even though I have tons in storage. But I’m attached to everything here. My most sentimental pieces are these two sound sculptures by Harry Bertoia, an Italian artist who worked in the US and is best known for his ubiquitous wire chairs. My grandmother bought them from the artist himself in the 70s and when I was growing up she would let us touch them. As a kid it feels subversive to be able to touch art—and the very purpose of these is to “boing” them together so that they make this chiming sound. When my grandmother died she left her other grandchildren money but I got these sculptures—which I think was the sweeter deal. These days, when I “boing” them in my apartment I always look up, say hello, and can hear her laughing in delight. FAM: Do you have any works of a political nature? Linda Ginsberg: Yes, I am a huge fan of the French artist Anne-Lise Coste’s work. She combines poetry with protest and comments on political and personal issues with a rebellious honesty. Her style often reminds me of street graffiti, but she uses airbrush, pencils, pastels, markers and watercolors to give her gestures permanence by materializing them on paper or canvas. Her work does not follow any rules and yet there is a harmony and delicateness to it. I own more of Anne-Lise’s work than that of any other artist and it is all different. Her range is vast. But if you know her, you can follow the thought line from this Picasso-like portrait to this brilliant Lee Ufan in France to perhaps her purist text piece, Poem. If I collected works from no other artist, I would still have an amazingly diverse collection. FAM: Could you tell us something about this site-specific work above your television? Linda Ginsberg: Everybody gravitates to that. It is by Harold Ancart, a young Belgian artist. He was the first “starving artist” that I befriended, and I believe this is the first piece he sold in the US. After visiting his studio I knew I wanted something site-specific but wasn’t sure what or where. One night as I sat on the couch looking at that corner I knew instantly where the work needed to go. It is basically pigment thrown against the wall, and the piece has this light touch. His other work has more pigment but in 2011 Harold was young and new at installing in people’s houses, and was sweetly concerned about messing up the apartment. FAM: Do you have a preference for supporting “starving artists”? Linda Ginsberg: I go back and forth. On the one hand, I love supporting young artists. I’ve met almost every artist that I’ve bought work from and they are fascinating people—some have even become dear friends! But on the other hand, living the struggles they face to advance their career can be tough, right? The art world is tough. It’s like what Ernest Hemingway said about bullfighting: “It was not nice to watch if you cared anything about the person who was doing it.” On the other hand, I recently bought my first piece by a dead artist (a series of 30 prints by Agnes Martin) and felt bad about it, because I’m not supporting the artist with this purchase. I love the work, have tremendous admiration for the artist, but she gets no lift from my buying it. So yes, we can say I care deeply about artists. FAM: That’s a fun and somehow welcoming piece you have up in the kitchen next to the fridge. Can you tell us about it? Linda Ginsberg: Yes, that’s by Adam McEwen, a British artist who I met at a group dinner and instantly thought was terrific. He did a series of these shop signs, but this was the most aggressive. Initially I wanted to buy one of the signs, but not this one because I had young sons at that point and could not even say the word in front of them, let alone hang a sign of it. The gallerists insisted that this was THE one to buy, so I bought it and it stayed under the bed for four years. When I pulled it out, my kids were intrigued but wary of whether it being art made it OK. Now it’s just part of us and has entirely ceased to be provocative. FAM: Your kids have art in their rooms as well. Are they collectors? Linda Ginsberg: My kids appreciate the art and have selected pieces they admire. They now give tours of our collection and “boing” the Bertoias for their friends. Once on vacation we bought a Damien Hirst print for each kid as their first investment in art. One of my kids proudly displays a little Jeff Koons balloon dog sculpture which we bought for $300 and now sells at auction for an additional digit. One of my favorite pieces in this apartment is this cardboard piece that was made by my then eight year old son, a Duchampian homage. I feel like it holds up in this room. Interview by Ksenia M. Soboleva (image: a portrait of Linda Ginsberg by Anne-Lise Coste. © Linda Green.)
(fineartmultiple.com/blog/linda-ginsberg)



Herzlichen Glückwunsch Thomas Locher!
08.02.17 – 08.02.2022, HGB Leipzig – Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Der Erweiterte Senat der HGB Leipzig hat gestern (08.02.2017) den Künstler Thomas Locher zum neuen Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig gewählt. Die Amtszeit des neuen Rektors beträgt fünf Jahre. Thomas Locher löst mit seiner Wahl Prof. Dr. Ana Dimke ab, die seit 2011 Rektorin der HGB war und zum 1. April 2016 aus persönlichen Gründen aus dem Amt ausgeschied. „Ich bin sehr glücklich über die Wahl! Mich ehrt das entgegengebrachte Vertrauen, das ich unbedingt zurück geben möchte“, sagte Thomas Locher nach der Wahl. „Ich freue mich auf interessante und produktive Jahre mit den Studierenden und den KollegInnen an der HGB Leipzig.“ Thomas Locher, geboren 1956 in Munderkingen, ist Künstler. Von 1979 bis 1985 studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1981 bis 1985 an der Universität Stuttgart. Locher lehrte international an Kunstakademien, Fachhochschulen und Universitäten (Merzakademie Stuttgart, Technische Universität Wien) und war von 2008 bis 2016 Professor an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Thomas Locher ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Er lebte von 1986 bis 2000 in Köln, arbeitet und lebt nun in Berlin und Kopenhagen. Thomas Locher stellte weltweit aus, u. a. in der Tate Gallery, Liverpool (1989), im Museum of Contemporary Art, Sidney (1992), im Museum of Modern Art, Saitama/Japan (1994), in den Deichtorhallen, Hamburg (2004) und im Museum of Modern Art, New York (2006). Lochers Arbeiten sind heute in großen öffentlichen Sammlungen vertreten, wie im Museu d’Art Contemporani de Barcelona, im Museum of Modern Art, New York, in der Vancouver Art Gallery, in der Grafischen Sammlung Albertina, Wien und in der Staatsgalerie Stuttgart. Foto: Erich Malter
(www.hgb-leipzig.de/)



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01.01.03 – 01.01.2033, Kunstmuseum Stuttgart
Reinhard Hauff spricht über die Zeichnungen von Thomas Müller, die sich im Besitz des Kunstmuseum Stuttgart befinden.
(www.kunstmuseum-stuttgart.de/index.php?site=Videos;Videos_Details&id=48)