KLAUS-MARTIN TREDER. - Get Jason over here. - Adam wants to see Jason.. 15.06.2012 – 31.08.2012 

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- Get Jason over here.
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Adam wants to see Jason.

ist Klaus-Martin Treders erste Einzelausstellung in der Galerie Reinhard Hauff. Klaus-Martin Treder versetzt uns in Unsicherheit. Wer ist Jason und warum will dieser Adam ihn sehen und was hat der Titel mit seiner Kunst zu tun ? Um was für eine Form von Malerei handelt es sich ? Ist es Malerei ?

Treder gebraucht Stil und Technik in einer Weise, die einen zunächst im Unklaren lässt, wie seine Bilder entstanden sind. Tropfen und Spritzer sind nicht das Ergebnis eines spontanen gestischen Ausdrucks sondern das Resultat einer höchst kalkulierenden Vorgehensweise. Schlieren getrockneter Farbe werden in Kompositionen aus monochromen Flächen, zerschnitten von Linien in scheinbar undefinierten Radien, appliziert. Arrangements von Formen, Flächen und gekrümmten Linien entziehen sich (fortlaufend) dem Versuch Bezüge herzustellen. Strategisches Ziel ist die Fortentwicklung der abstrakten Malerei unter Zuhilfenahme eines Archivs an Zeichnungen, in denen Treder seine Bildsysteme entwickelt und langfristig angelegt hat. Synästhetisch erweitert wird die Malerei durch die Assemblage von Material aus dem täglichen Leben. Schraffuren und Stäube entpuppen sich auf den zweiten Blick als das Ergebnis einer Rasur und Farbkleckse als Medikamente, Kaffeebohnen, Kaugummis oder Verschlüsse von Milchtüten.

Der Ausstellungstitel ist ein Zitatfragment aus David Lynchs
Mulholland Drive. David Lynch selbst gab einige kryptische Hinweise zur Entschlüsselung der vielschichtigen Handlung seines Filmes, die letztendlich allesamt ins Leere laufen: „Zwei wichtige Hinweise finden sich bereits im Eröffnungstitel“.

Achten Sie genau auf Farbflächen, Linien, Kaffeebohnen und Pillen!

Diese Ausstellung wurde mit freundlicher Unterstützung von der Galerie Jette Rudolph, Berlin, organisiert.