(RENÉ HUBER UND MARKUS HUBER) HUBER.HUBER. dark grounds. 05.12.2008 – 31.01.2009 

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Die Galerie Reinhard Hauff freut sich, für den Zeitraum von 5. Dezember 2008 bis 31. Januar 2009 die beiden parallel laufenden Ausstellungen „dark grounds“ der in Zürich lebenden Künstler Markus und Reto Huber (*1975) und „Disco Mystic“ des englischen Künstlers Mark Pearson (*1966) ankündigen zu können. Sowohl die beiden Zwillingsbrüder Markus und Reto Huber, die seit 2005 unter dem Namen huber.huber als Künstlerpaar zusammenarbeiten, als auch der in London lebende Mark Pearson werden in ihrer jeweils ersten Einzelausstellung in Deutschland Collagen und Arbeiten auf Papier zeigen.

In der Werkgruppe „dark grounds“, die im Zentrum der Präsentation von huber.huber in der Galerie Reinhard Hauff steht und die bis vor kurzem Teil ihrer Einzelausstellung im Kunsthaus Glarus war, kombinieren die beiden Künstler symbolhaft aufgeladene, aus einem umfangreichen Fundus an alten Zeitschriften und Büchern entnommene Bilder von Menschen und Tieren zu diffusen, unheimlich und beängstigend wirkenden Szenerien. Die düstere Ikonografie dieser Collagen, deren assoziative Metaphorik weit in die Kulturgeschichte des Volks- und Aberglaubens zurückgreift, illustrieren dabei nicht nur die seit jeher mit bestimmten Tieren und Naturgewalten in Verbindung stehenden Urängste der Menschheit, sondern auch die Abhängigkeit eines populärwissenschaftlichen Umgangs mit der Natur von althergebrachten Mythen und Schauergeschichten. „Ihr ambivalentes Verhältnis zu Naturwissenschaften und Gesellschaft changiert zwischen Skepsis und Faszination, Ironie und Skurrilität. In der vermeintlichen (Natur-)Idylle lauert stets der Abgrund.“ (Sabine Rusterholz)


Der Ausgangspunkt für Mark Pearsons großformatige, mit Klebebändern zusammengetapete Papierarbeiten ist das Grafikdesign der späten 70er und frühen 80er Jahre und die Gestaltung der Plattencover der Punk– und New Wave-Ära. Die rohe DIY-Ästhetik dieser Jahre, in der sich durch die jedermann zugänglichen Techniken des Kopierens, Schablonierens, Sprayens und Collagierens eine aggressive Provokation der vorherrschenden Kultur und Gesellschaft ausdrückte, wird in Mark Pearsons Arbeiten in einen ornamentalen Rapport überführt, in der Bildmotive aus unterschiedlichsten Bereichen des „high and low“ zusammentreffen. Die kraftvolle Dynamik des DIY, deren Formensprache heute weitgehend ihrer ursprünglich politischen Bedeutung entleert ist, wird bei ihm zum Gestaltungsmittel der Malerei und kompositorischen Grundprinzip seiner aus vielfältigen Schichten aufgebauten Arbeiten.