OONA STERN. outside - in. 27.02.2004 – 04.04.2004

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Die Galerie Reinhard Hauff freut sich, vom 27.Februar bis zum 04.April 2004 mit „outside-in“ die zweite Einzelausstellung nach 1999 der in New York lebenden Künstlerin Oona Stern (*1964) zeigen zu können. Anhand der Untersuchung der mimetischen Funktion von Kunst geht es Oona Stern mit ihren Zeichnungen und Installationen um die komplexe Beziehung zwischen der Oberfläche und Konsistenz verschiedener Materialien und ihrer künstlerischen Wiedergabe. Durch die Nachahmung einfacher Werkstoffe wie Ziegelstein oder Holz, die meist dem Kontext des Bauens entnommen sind, verwirrt sie unsere begrifflich konditionierte Wahrnehmung dieser Dinge, wobei sie das illusionistische Potential der Kunst als offensichtliche Strategie der Täuschung gebraucht. Jeweils abgestimmt auf die spezifische architektonische Situation, interveniert Stern, indem sie ihre Arbeiten an den Ort des Dargestellten stellt, in scheinbar vertraute Konstellationen und fordert mit den so zwischen Objekt und Begriff vorgenommenen Verschiebungen zur Stellungnahme auf.

Die in „outside-in“ ausgestellten Arbeiten stehen sowohl inhaltlich als auch formal mit dem Motiv des Gartens in Verbindung. In dem für
Stern eigentümlichen Vokabular stellen dabei rechteckige Formen Ziegel, abgerundete Formen Steine dar, die von der Künstlerin in die gängigen Materialien des Hausbaus wie Gipskarton oder Teppich übersetzt werden. Auf der Trennwand des großen Ausstellungsraumes ist die großflächige Zeichnung einer grünen Hecke angebracht. Ihr dreidimensionales Pendant findet diese Hecke in der ursprünglich für den Toronto Sculpture Garden entstandenen Arbeit „Model for dreamy“, einer plastisch gestalteten Hecke in Form einer Mauer, deren Ziegel durch Gebüsch ersetzt worden sind. So wie es in Oona Sterns Werk einen kontinuierlichen Dialog zwischen dem Gezeichneten und dem Gebauten gibt, ist auch hier die haptische Präsenz des dinglich erfahrbaren erst im Zusammenhang mit dem Visuellen der Zeichnung vollständig zu erfassen.