STEPHEN WILLATS. Personal Encounters In Your Imagination. 19.09.2003 – 25.10.2003

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Seit Mitte der 60er Jahre ist Stephen Willats (*1943) einer der wichtigsten Vertreter der progressiven Kunstszene in England. Für viele junge, aber auch für viele etablierte Künstler ist sein Werk in den letzten Jahren wegweisend gewesen. Denn Willats war einer der Ersten, der in seinen Fotos, Filmen und Videos mit interaktiven Methoden und dem Einbezug von „normalen“ Menschen in seine künstlerische Wahrnehmung urbaner Realitäten gearbeitet hat. Dabei hat er stets sowohl die kommunikativen Prozesse der Menschen untereinander, als auch die ständige Zunahme von Zeichen und Symbolen, von denen diese umgeben sind, untersucht.

Im Laufe seiner langen und außergewöhnlich erfolgreichen Kariere hat
Stephen Willats seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Seitdem die Galerie Reinhard Hauff im Jahre 1995 mit einer Ausstellung des Künstlers eröffnet hat, stellt sie seine Arbeiten regelmäßig aus. In „Personal Encounters in Your Imagination“ befasst sich Willats erneut mit dem Thema des Zufalls, das sein gesamtes Werk durchzieht. Dabei interessieren ihn die möglichen Strukturen und Konstellationen, die sich aus zufälligen Begegnungen und Ereignissen ergeben. In seiner Arbeit werden häufig all die Nebensächlichkeiten dokumentiert, die uns so banal und alltäglich vorkommen, dass wir sie schon gar nicht mehr wahrnehmen. In „It’s rubbish“, 2000 inventarisiert er beispielsweise in einer großen Fotomontage den gesamten Müll, den er in einem brachliegenden Grundstück in London aufgesammelt hat.

In „Personal Encounters In Your Imagination“ zeigt
Stephen Willats seine neuesten Arbeiten und Arbeiten auf Papier aus den 90er Jahren wie etwa die „Conceptual Towers series“, deren architektonische und skulpturale Elemente an seine früheren fotografischen Aufnahmen erinnern. Einige der in der Ausstellung gezeigten Filme und Videos, wie etwa das 8 mm-Stilleben seiner Glas- und Keramiksammlung aus den 60er Jahren, werden zudem in der Ausstellung zum ersten Mal überhaupt gezeigt.