TIM BERRESHEIM. Das Auge im Neuen einüben (AAWNK). 19.09.2020 – 06.11.2020 

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Tim Berresheim gehört bereits seit Beginn der 2000er Jahre zu den international treibenden Kräften der computerbasierten Kunst. In seinen digital generierten Modellen gegenwärtiger visueller Kulturen, mit all ihren hybriden Versatzstücken aus der Kunst- und Bildgeschichte, lotet er immanente Gestaltungsspielräume, Bedeutungen und Möglichkeiten für eine künftige künstlerische Praxis aus. Ein wesentlicher Motivfundus für seine Arbeiten sind die Orte seiner Kindheit und Jugend, die er in Wassenberg und Heinsberg verbrachte.

Im Januar 2020 begann Berresheim, gemeinsam mit den Schüler*innen der Gemeinschaftsgrundschule am Burgberg in Wassenberg und dem Kreisgymnasium Heinsberg – wo er selbst Schüler war – eine umfangreiche Aufgabenstellung und Unterrichtsbegleitung zu entwickeln. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit waren dort im Sommer 2020 in einem Ausstellungsparcours zu sehen. Berresheim knüpft damit an eine emanzipatorische und pädagogische Tradition der computerbasierten Kunst an, wie sie u.a. von Experiments in Art and Technology (E.A.T.), dem Whole Earth Catalog (WEC), Seymour Papert oder den Kybernetikern Gregory Bateson und Heinz von Foerster vertreten wurde. In seinen künstlerischen Forschungen verbinden sich Hightech und eine Do-It-Yourself-Mentalität, die bereits die frühen Computer-Art-Pionier*innen der 60er Jahre oder des Homebrew Computer Clubs auszeichneten.

In der Stuttgarter Galerie Reinhard Hauff zeigt Berresheim nun Arbeiten, die er aus diesen Erfahrungen weiterentwickelt hat. Diese Fortführung ist charakteristisch für seine Kunst, die wiederkehrende Motive unter den aktuellsten technologischen Produktionsbedingungen immer wieder neu in den Blick nimmt, das Material transformiert und auf zukunftsweisende
Potenziale spekuliert (Text: Thorsten Schneider).

Tim Berresheim (*1975 in Heinsberg, Deutschland) lebt und arbeitet in Aachen, Deutschland. Sein Werk wurde weltweit in zahlreichen Institutionen ausgestellt und ist in den öffentlichen Sammlungen des Kunstmuseum Stuttgart, der MoMA Collection, New York, der Frederick R. Weisman Art Foundation, Los Angeles, der Peter und Irene Ludwig Stiftung, Aachen, der Nationalbank AG, Essen, der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, dem Kunstmuseum Celle (Sammlung Robert Simon), der Fördersammlung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, Aachen, der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland und der Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf vertreten.

Zur Ausstellungseröffnung
und zum ART ALARM laden wir Sie herzlich am Samstag, den 19. September 2020, von 11 bis 21 Uhr zu Bier und Wein ein.


ART ALARM 2020:
Samstag
, den 19. September 2020, von 11 bis 21 Uhr
Sonntag
, den 20. September 2020, von 11 bis 18 Uhr