JOSEPHINE MECKSEPER. shine – oder jedem das seine. 16.11.2001 – 21.12.2001

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Die erste Einzelausstellung von Josephine Meckseper (1964*) in der Galerie Reinhard Hauff mit dem Titel „SHINE – oder jedem das seine“ widmet sich thematisch Emblemen und Symbolen der zeitgenössischen deutschen Kultur. Josephine Meckseper lebt und arbeitet in New York seit sie ihr Studium an der HDK in Berlin und am California Institute of Arts abgeschlossen hat. Mit dem Blick von außen, auf deutsche Befindlichkeiten, ist es ihr möglich, kulturelle Codes aus der Distanz wahrzunehmen und Veränderungen zu beobachten. Für sie ist jedoch nicht nur der Bereich der Werbung von Interesse, der permanent neue Bedürfnisse erfindet und sie mittels aller Arten von Stilisierungen (Verzerrung, Übertreibung, Verklärung, etc.) marktfähig macht. Diese Mechanismen des Marktes finden sich inzwischen in der gesamten kulturellen Skala, auch in der politischen Kultur, wenn es darum geht, neue, junge Wähler anzusprechen und ein dynamisches Bild einer Partei in die Öffentlichkeit zu transportieren.

Josephine Meckseper bedient sich für ihr künstlerisches Vorgehen bei Errungenschaften der amerikanischen Pop Art und dem Color Field Painting, ihre Bildsprache ist offensiv, teilweise provokativ. In ihren Arbeiten greift sie die für sie spezifisch deutsche Symbolik auf und transponiert diese in die Formensprache des amerikanischen Pop, da es für sie kein Äquivalent im deutschen POP gibt. Sie nutzt verschiedene Medien und Techniken, produziert Videos, arbeitet mit Glittermaterial, Gouache und Acrylfarbe auf Papier und Leinwand. Auch gibt sie in unregelmäßigen Abständen, seit 1994, ein Konzept-Magazin mit dem Titel FAT heraus und stellt sich damit in die Tradition von Künstlern wie Andy Warhol (Interview) und Peter Halley (Index).